Beratung
Testamentsvollstreckung und Treuhand: ein neutraler Dritter
Ein Nachlass mit Unternehmensanteilen, ein Kaufpreis bis zur Bedingung, eine Sicherheit für den Kreditgeber: Wir stehen zwischen den Parteien und geben erst frei, wenn es vereinbart ist.
Verwaltung bis zur Aufteilung unter den Erben, als Dauervollstreckung grundsätzlich bis zu 30 Jahre. §§ 2197, 2209, 2210 BGB
- Testament: Erblasser, Testamentsvollstrecker, Erben. Verwaltung bis zur Aufteilung unter den Erben, als Dauervollstreckung grundsätzlich bis zu 30 Jahre. (§§ 2197, 2209, 2210 BGB)
- Kaufpreis: Käufer, Treuhänder, Verkäufer. Auszahlung erst, wenn die vereinbarten Bedingungen erfüllt sind. (Treuhandvertrag)
- Sicherung: Sicherungsgeber, Treuhänder, Kreditgeber. Rückgabe oder Verwertung nach dem vereinbarten Sicherungszweck. (Treuhandvertrag)
Freigabe nur mit erfüllter Bedingung
Ohne Testamentsvollstrecker verwalten die Erben den Nachlass gemeinschaftlich. Ohne Treuhänder hält eine Partei, was der anderen erst nach der Bedingung zusteht.
- Vertrag oder TestamentAufgabe und Bedingung stehen fest.Treuhandvertrag, Testament
- Neutrale VerwaltungDokumentiert, allen Beteiligten gleich berichtet.§ 2 Abs. 3 Nr. 3 WPO
- Bedingung geprüftErfüllt oder nicht, belegt.Treuhandvertrag
- FreigabeErst dann zahlen wir aus oder übergeben.Treuhandvertrag
Wir stehen zwischen den Parteien und geben erst frei, wenn es vereinbart ist.
Wann ein neutraler Dritter hilft
- ErblasserDer letzte Wille wird so umgesetzt, wie er im Testament steht.
- ErbenEin geordneter Nachlass; die Anteile werden verwaltet, damit das Unternehmen nach dem Erbfall handlungsfähig bleibt.
- KäuferDas Geld fließt erst, wenn die vereinbarten Bedingungen erfüllt sind.
- VerkäuferDer Einbehalt liegt beim Treuhänder, nicht beim Käufer.
- SicherungsgeberDie Sicherheit kommt zurück, sobald der Sicherungszweck entfällt.
- KreditgeberGesichert, ohne die Sicherheit selbst zu halten.
So ist der Kaufpreis gesichert
Wer zwischen den Parteien steht
- Eingetragene Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mitglied im IDW (öffnet in neuem Tab)Im Berufsregister der Wirtschaftsprüferkammer. Es unterschreibt der Wirtschaftsprüfer, mit dem Sie sprechen.
- Spezialisiert auf Energie, Nachhaltigkeit und BewertungUnsere Schwerpunkte sind Energie, Nachhaltigkeit und Unternehmensbewertung. Wir bewerten nach IDW S 1, auch Stadtwerke und Netze.
- Mit Big-4-HintergrundIhr Wirtschaftsprüfer hat das Prüfen bei Big-4-Gesellschaften gelernt, in Abschluss- und Nachhaltigkeitsprüfung.
„[…] Eine Zusammenarbeit, die von Verbindlichkeit, Qualität und einem klaren Blick für praktikable Lösungen geprägt ist.“
Was Erblasser und Vertragsparteien vorher wissen wollen
Wer bestimmt den Testamentsvollstrecker?
Der Erblasser im Testament. Er kann auch das Nachlassgericht ersuchen, einen zu ernennen (§ 2200 BGB).
Wie lange kann eine Testamentsvollstreckung dauern?
Als Dauervollstreckung grundsätzlich bis zu 30 Jahre nach dem Erbfall (§§ 2209, 2210 BGB).
Was kostet ein Testamentsvollstrecker?
Die Vergütung richtet sich nach Umfang und Dauer. Wir nennen sie nach dem Erstgespräch schriftlich.
Was darf ein Testamentsvollstrecker?
Er führt die letztwilligen Verfügungen aus, verwaltet den Nachlass und verfügt über die Nachlassgegenstände; bei mehreren Erben bewirkt er die Auseinandersetzung (§§ 2203 bis 2205 BGB). Über Gegenstände, die er verwaltet, kann der Erbe nicht verfügen (§ 2211 BGB).
Kann ein Testamentsvollstrecker entlassen werden?
Nur durch das Nachlassgericht, auf Antrag eines Beteiligten und aus wichtigem Grund, etwa bei grober Pflichtverletzung oder Unfähigkeit zur ordnungsmäßigen Geschäftsführung (§ 2227 BGB).
Kann der Erblasser die Befugnisse des Testamentsvollstreckers beschränken?
Ja, im Testament (§ 2208 Abs. 1 BGB), etwa auf einzelne Nachlassgegenstände wie bestimmte Unternehmensanteile.
Wo liegt unser Geld, solange die Treuhand läuft?
Auf einem Anderkonto, das nur für Ihre Treuhand geführt wird. Kontoinhaberin ist unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Treuhänderin; das Geld ist getrennt von unserem Vermögen und von anderen Mandaten (§ 9 Berufssatzung WP/vBP). Fiele der Treuhänder in Insolvenz, gehört das Guthaben grundsätzlich nicht zur Insolvenzmasse (§ 47 InsO).
Wer entscheidet, ob die Bedingung erfüllt ist, und was gilt bei Streit?
Der Treuhandvertrag legt fest, welche Nachweise die Auszahlung auslösen, etwa eine gemeinsame Weisung beider Seiten oder bestimmte Unterlagen. Wir zahlen nur gegen diese Nachweise aus. Den Streit selbst entscheiden wir nicht. Bis er geklärt ist, bleibt das Geld auf dem Anderkonto, oder wir hinterlegen es, wie der Vertrag es vorsieht oder § 372 BGB es erlaubt.
Notaranderkonto oder Wirtschaftsprüfer: Was ist der Unterschied?
Kauf und Abtretung von GmbH-Anteilen beurkundet stets ein Notar (§ 15 Abs. 3 und 4 GmbHG). Geld verwahrt der Notar nur, wenn ein berechtigtes Sicherungsinteresse besteht (§ 57 Abs. 2 BeurkG). Ein Wirtschaftsprüfer als Treuhänder kommt etwa für Einbehalte oder Kaufpreisteile in Betracht, die erst nach dem Vollzug fällig werden. Die rechtliche Gestaltung klären Sie mit Notar oder Anwalt.
Was kostet eine Kaufpreistreuhand?
Eine gesetzliche Gebührenordnung gibt es dafür nicht; die Vergütung wird vereinbart. Ein Erfolgshonorar ist dabei nicht erlaubt (§ 55 Abs. 1 WPO). Aus dem Geld auf dem Anderkonto entnehmen wir sie nur mit Ihrer ausdrücklichen Ermächtigung (§ 9 Abs. 2 Berufssatzung WP/vBP). Wir nennen sie nach dem Erstgespräch schriftlich.
Erstgespräch, 25 Minuten
Den neutralen Dritten festlegen, bevor unterschrieben wird
Schildern Sie uns den Fall, am besten bevor Testament oder Vertrag unterschrieben sind. Im Erstgespräch klären wir, welche Treuhand passt und was sie regeln muss.
- Anlass und Frist schildern
- Klären, was Ihr Anlass verlangt
- Umfang, Zeitplan und Honorarrahmen erfahren
Hilfreich: Testament, Kaufvertragsentwurf oder Kreditvertrag, soweit vorhanden.

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Antwort auf jede E-Mail innerhalb von 48 Stunden an Werktagen. Ist es dringend, schreiben Sie es dazu: Dann melden wir uns schnellstmöglich.
Was bei Nachlass und Treuhand dazukommt
- Unternehmensbewertung
Wenn zum Nachlass oder zum Treuhandvermögen eine Beteiligung gehört, deren Wert festzustellen ist.
- Bewertung von Stadtwerken und Netzen
Wenn zum Treuhandvermögen Anteile an einem Stadtwerk oder Netz gehören.
- Sonderprüfungen
Wenn ein Dritter Gewissheit über die Verwendung von Mitteln braucht.